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Bürgerprotest!

Krankenhaus Hietzing 03.02.2009 Bericht in der Presse

Wiener Gesundheitssystem:
Zahlreiche schwere Mängel

KONTROLLAMT. Prüfer deckten zahlreiche Missstände in Spitälern auf.
Der Technische Direktor des Krankenhauses Hietzing wurde abgelöst.

VON MARTIN STUHLPFARRER 

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Krankenhaus Hietzing

02.02.2009 Bericht in der Presse

Unklare Zukunft für das
„Stadtquartier Lainz"

HIETZING bekommt eine Psychiatrieabteilung - aber wo genau?

VON GERHARD BITZAN

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EndeDurch die Verlegung der kardiologischen Abteilung des KH Lainz (Hietzing) in den 22., Bezirk, dürfen wir dann bei Herzproblemen mit den "super" öffentlichen Anbindungen ca. 1,5 Stunden unterwegs sein. Da kommt Freude auf! Gratulation zu dieser Entscheidung!

Tovi E.


Ja, das versteht man halt in Wien unter der Ausage des Bürgermeisters, nach der gewonnen Wahl, wenn er sagt: ich werde das Amt mit Demut ausüben! Und die anderen Damen und Herren der Wiener Stadtregierung haben diese Aussage direkt übernommen und beweisen es uns jetzt jeden Tag mit ihren Handlungen. Danke! Karl B.


Die BürgerInnenversammlung am 16. Oktober 2007

Nach dem Inhalt der Einladung sollten die Anrainer und Anrainerinnen sowie sonst Interessierte in einer Auftaktversammlung bezüglich der Gestaltung des Stadtquartiers Lainz  (Geriatriezentrum Wienerwald) informiert und eingeladen werden, Ideen für eine künftige Nutzung dieses Areals einzubringen. Nach Vorträgen von Angehörigen der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft mbH (WSE) und beauftragen Zivilingenieuren sollte eine breite Diskussion stattfinden.  

Von den Vertretern des WSE wurde dargelegt, wie die Nutzung des Gebietes des Geriatriezentrums angedacht sei: Bau von ca. 150 Wohnungen, Schaffung von Infrastrukturen, wie Kindergarten, Einkaufszentrum, Gestaltung der Zu- und Abfahrten, Parkraumbewirtschaftung. In Ergänzung dazu haben die vom WSE beigezogenen Sachverständigen (Ziviltechniker, Architekten) über die eher eingeschränkte Nutzung des Areals referiert, weil der gesamte Gebäudekomplex unter Denkmalschutz stehe, was den Umbau der bestehenden Pavillonstruktur zu Wohnbauten erschwere; die An- und Abfahrten der künftigen Bewohner nahm einen breiten Raum in den Ausführungen aus. Außerdem soll das Gelände zum Hörndlwald hin geöffnet werden, sodass nicht nur die künftigen Bewohner sondern auch die Anrainer des Planungsgebietes einen erleichterten Zugang zum Hörndlwald erhalten.

Während der nahezu eineinhalbstündigen Referate kam es unter der Zuhörerschaft vermehrt zu Zwischenrufen, weil die BürgerInnen weniger an der Nachnutzung des Geriatriegeländes sondern eher am Schicksal des Krankenhauses Hietzing interessiert waren. Es kam im Anschluss an die Referate zu einigen Wortmeldungen, in welchen sehr deutlich zum Ausdruck gebracht wurde, dass die AnrainerInnen grundsätzlich gegen eine Verbauung des Geländes des Geriatriezentrums sind; darüberhinaus verstanden die BügerInnen nicht, dass sie vor vollendete Tatsachen gestellt sind und nur mehr in kleinen Bereichen eine Mitsprachemöglichkeit bestehe.

Die anwesenden Vertreter des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) führten kurz aus, dass der Standort des Krankenhauses Hietzing nicht in Frage gestellt sei, aber eine Absiedlung der Herzchirurgie und der Herzabteilung in das neu zu schaffende Krankenhaus Floridsdorf feststehe. Es würden rund 10% der derzeit bestehenden Abteilungen verlagert, aber jedenfalls eine Herzversorgung (was immer darunter zu verstehen ist) auch künftig möglich sein.

Das Geriatriezentrum werde jedenfalls bis 2015 abgesiedelt und dann eben die Gegenstand der BürgerInnenversammlung seiende Nachnutzung erfolgen. Bis zum Jahre 2010 werde das Geriatriezentrum weiterbestehen und sogar noch baulich verändert ( z. B. bestehende 6 - Bettzimmer in 4 - Bettzimmer umgebaut).

Die anwesenden BürgerInnen verlangten in zahlreichen Wortmeldungen die Diskussion mit den zuständigen politischen Entscheidungsträgern der Stadt Wien und wurden vom Moderator der Veranstaltung dahingehend informiert, dass der Veranstalter die Wünsche der BürgerInnen weiterleiten werde. Ob dem Wunsch nach Diskussion mit den politisch Verantwortlichen nachgekommen werde, konnte der Moderator allerdings nicht zusagen.

Eine Wortmeldung aus dem Kreis der BürgerInnen, das Geriatriezentrum könne doch bestehen bleiben, zumal die Bevölkerung Wiens und nicht nur die Hietzings immer älter werde, wurde vom zuständigen Vertreter des KAV dahingehend beantwortet, dass der Bau eines Seniorenheimes mit einer angeschlossenen geriatrischen Abteilung am Rosenberg gemeinsam mit dem Kuratorium der Wiener Pensionistenheime geplant sei. Auf den Einwand eines Bürgers, die beabsichtigten baulichen Veränderungen seien im Hinblick auf die feststehende Absiedlung doch Geldverschwendung wurde nicht eingegangen.

Dem Moderator gelang es nicht, eine sachliche Diskussion zustande zu bringen, weshalb die anwesenden BürgerInnen eingeladen wurden, ihre Ansichten, Anregungen und Beschwerden schriftlich niederzulegen.

Ich selber hatte den Eindruck, dass die Entscheidung über das Schicksal des Geriatriezentrums Wienerwald bereits getroffen sei und die BürgerInnen nur mehr, quasi als Beruhigungszuckerl, zu einer Diskussion geladen wurden, damit von den zuständigen Politikern der Stadt Wien der Eindruck einer demokratisch getroffenen Meinungsbildung ins Treffen geführt werden könne. Dass drei im Bezirk Hietzing tätige Parteien Unterschriften gegen die Nachnutzung des Geriatriezentrums sowie für die Erhaltung der Krankenhauses Hietzing in seinem gegenwärtigen Zustand gesammelt und eine erkleckliche Anzahl solcher Unterstützungserklärungen zusammenbrachten, ist vollkommen untergegangen und nicht einmal, wie man wienerisch sagt, ignoriert worden.

Mag. Gerhard R.


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